A1Nomen & Artikel

Possessivartikel

Zeige, wem etwas gehört. Dieses Kapitel erklärt Bedeutung, Bildung, Gebrauch, Abgrenzungen und typische Fehler.

In diesem Kapitel

Das lernst du

  • Zeige, wem etwas gehört.
  • die Form systematisch bilden
  • ähnliche Strukturen begründet unterscheiden
  • typische Fehler selbst korrigieren
01Kapitel 1

Bedeutung und Aufgabe

Wofür braucht man „Possessivartikel“?

Zeige, wem etwas gehört.

In einer Nominalgruppe arbeiten Artikelwort, Nomen und mögliche Attribute zusammen. Genus, Numerus und Kasus müssen an den sichtbaren Endungen eindeutig erkennbar sein.

Artikelwörter und Nomen bilden den Kern der Nominalgruppe. Sie markieren, ob eine Referenz bestimmt, unbestimmt, verneint, gezeigt, quantifiziert oder neu eingeführt wird.

Possessivartikel richten sich nach der besitzenden Person und werden wie ein- dekliniert. Die Form muss deshalb immer zusammen mit ihrer Bedeutung und ihrer Funktion im vollständigen Satz gelernt werden.

02Kapitel 2

Bildung und Form

So setzt du die Struktur systematisch zusammen.

KernregelPossessivartikel richten sich nach der besitzenden Person und werden wie ein- dekliniert.

Bestimme zuerst die steuernden Wörter und setze dann die sichtbaren Endungen oder Verbteile ein.

Stamm des Possessivartikels
besitzende PersonStammBeispiel
ichmein-mein Schlüssel
dudein-deine Tasche
er/essein-sein Fahrrad
sieihr-ihre Jacke
wirunser-unser Haus
ihreuer-eure Idee
sie/Sieihr-/Ihr-ihre/Ihre Unterlagen
Die Endung richtet sich nach dem Besitz, der Stamm nach der besitzenden Person.

Genus ist lexikalisch und muss mit dem Nomen gelernt werden; Numerus und Kasus entstehen im Satz. Endungen erscheinen am Artikelwort, am Adjektiv und bei bestimmten Nomenklassen auch am Nomen.

  1. Bestimme Genus und Numerus des Nomens.
  2. Ermittle den Kasus aus Verb, Präposition oder Satzfunktion.
  3. Verteile die grammatischen Merkmale auf Artikelwort und Attribute.
03Kapitel 3

Gebrauch im Satz

Form und kommunikative Wirkung gehören zusammen.

Bestimmter Artikel verweist typischerweise auf Identifizierbares, ein-Wörter führen oft Neues ein, Nullartikel steht unter anderem bei Stoffen, Berufen und abstrakten Verwendungen.

Die neutrale Standardverwendung zeigt das folgende Beispiel. Kontext kann die Reihenfolge oder die bevorzugte Variante verändern, aber nicht die grundlegenden Abhängigkeiten der Struktur.

Erklärte Beispiele

Jonas sucht seinen Schlüssel.

Hier ist „Possessivartikel“ vollständig und in neutraler Standardsprache realisiert.

Jonas sucht sein Schlüssel.

Diese Fassung verletzt die Kernregel oder wählt für die gemeinte Funktion die falsche Form.

04Kapitel 4

Abgrenzung und Varianten

Ähnliche Formen sind nicht automatisch austauschbar.

PassendJonas sucht seinen Schlüssel.
Nicht passendJonas sucht sein Schlüssel.

Possessivartikel richten sich nach der besitzenden Person und werden wie ein- dekliniert. Formgleiche Endungen haben nicht immer dieselbe Funktion. Deshalb müssen Artikel, Attribute, Nomen und regierendes Element als ganze Kette geprüft werden.

05Kapitel 5

Typische Fehler und Grenzfälle

So findest du die Ursache eines Fehlers.

  • Sprich den Satz einmal laut und achte auf die markierte Struktur.
  • Markiere das Wort, das Kasus, Endung oder Verbform steuert.
  • Vergleiche Hauptsatz und Nebensatz sowie Singular und Plural getrennt.
  • Prüfe zuletzt, ob die gewählte Form im gemeinten Register natürlich klingt.
Kurz gesagt

Das solltest du mitnehmen

  • Possessivartikel richten sich nach der besitzenden Person und werden wie ein- dekliniert.
  • Muster: Jonas sucht seinen Schlüssel.
  • Sprich den Satz einmal laut und achte auf die markierte Struktur.
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Quellen und Vertiefung

Die Darstellung wurde eigenständig formuliert und zuletzt am 28. August 2026 fachlich geprüft.

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